This website uses cookies

Read our Privacy policy and Terms of use for more information.

English first · Deutsche Fassung weiter unten.

Mexico wants people to spend less time at work without earning less. Employers therefore need to decide how to organise the work when each employee has fewer ordinary hours available.

In our September 3 Field Note, we compared this reform with calls by German industrial leaders for longer working weeks. We examined the cost of shorter hours and why spending longer at work does not automatically mean producing more.

The next step is practical. Companies need to identify which tasks they can remove or automate. European customers also have a responsibility, because their late decisions can create extra work for Mexican suppliers.

What changes in January

The first Mexican reduction takes effect on January 1, 2027: the maximum ordinary week becomes 46 hours instead of 48, with wages and benefits protected under the Mexican decree.

At unchanged weekly pay, each ordinary hour costs 4.35% more for someone previously working 48 hours. The 20% increase comes in 2030, when the ceiling reaches 40 hours. Product costs will depend on staffing and productivity.

How Europe compares

Europe already has different arrangements:

  • Germany’s metal and electrical industry: collective agreements generally provide a 35-hour week, although some eastern establishments still use 38 hours, as IG Metall explains.

  • Germany across the economy: full-time employees normally worked an average of 39.9 hours a week in 2025, according to Destatis.

  • France: the statutory normal week is 35 hours, with additional hours generally treated as overtime, according to French government guidance.

These figures describe negotiated schedules, observed hours and legal rules respectively. Mexico is reducing its legal ceiling for ordinary weekly hours.

Customers influence the working day

Consider a European customer that approves an order two days late but still expects delivery on Friday. The Mexican supplier may then need overtime. An earlier approval could have avoided that extra cost.

❝

We believe buyers should examine their own ordering habits before asking suppliers to absorb every increase.

Agree when orders must be approved and what happens when they change afterwards. Sometimes a later delivery will work. Sometimes the customer will need to pay for the rush.

Where AI can save time

AI could recover some working time quickly. Drafting order confirmations or preparing routine reports gives companies relatively simple tasks to test, with employees checking the results. A report nobody reads is also a good candidate for deletion.

Larger changes take longer. Connecting AI to order-processing systems requires reliable data and clear rules for handling exceptions. Automating physical production needs equipment and testing.

❝

Count the time spent checking and correcting the work before claiming a saving.

What Anthropic’s figures tell us

Anthropic’s October 26 IPO filing gives a current example of how far this can go in software. The company says Claude wrote over 90% of contributions to its codebase in September 2026. That figure describes code contributions; it does not establish how many working hours were saved.

Its customers are expanding their spending too. The filing reports approximately 900% net revenue retention: the same qualifying customers generated about nine times as much revenue in July–September 2026 as a year earlier, excluding Claude Pro and Max subscriptions.

By September 30, more than 11,900 customers had generated at least US$100,000 each over the preceding year, compared with more than 950 a year earlier.

These figures show rising customer spending on AI. A Mexican manufacturer still needs to establish which tasks it can automate and how much time that saves. Faster paperwork will help the production team only if it removes delays or work that affects their day.

AI demand indicators: Google customer API token processing and Microsoft 365 Copilot paid seats rose across reported periods; Mexico’s ordinary weekly limit falls from 48 hours in 2026 to 40 in 2030. These measures do not show hours saved.

Sources: Google customer API processing rates (Q3 2025, Q4 2025, Q1 2026, Q2 2026); Microsoft 365 Copilot paid seats (FY26 Q2, FY26 Q3, FY26 Q4); Mexico’s ordinary working-week limits (DOF, 1 May 2026). The series cover different periods and measures and do not show working hours saved.

Chart sources: Q3 2025 · Q4 2025 · Q1 2026 · Q2 2026 · FY26 Q2 · FY26 Q3 · FY26 Q4 · DOF, 1 May 2026.

Turning savings into time off

We support giving people more time outside work. Better planning and AI can contribute.

❝

Management has to organise the workload so employees can finish within the shorter week.

Before asking your team to fit the same workload into fewer hours, which tasks will you remove, simplify or automate?

Field Notes: Mexikos kürzere Arbeitswoche stellt das Management auf die Probe

Redaktionelle Illustration: Roboter bearbeiten Berichte, während Beschäftigte die Fabrik verlassen. Mexikos reguläre Wochenarbeitszeit sinkt 2027 auf 46 und bis 2030 auf 40 Stunden.

Redaktionelle Illustration: Das Mexiko Dossier.

Die erste Kürzung beginnt im Januar. Bessere Planung und KI könnten Unternehmen bei der Umsetzung helfen.

Mexiko will, dass Menschen weniger Zeit bei der Arbeit verbringen, ohne weniger zu verdienen. Arbeitgeber müssen deshalb entscheiden, wie sie die Arbeit organisieren, wenn jedem Beschäftigten weniger reguläre Arbeitsstunden zur Verfügung stehen.

In unserer Field Note vom 3. September haben wir diese Reform den Forderungen deutscher Industrievertreter nach längeren Arbeitswochen gegenübergestellt. Wir haben die Kosten kürzerer Arbeitszeiten untersucht und erklärt, warum mehr Zeit am Arbeitsplatz nicht automatisch mehr Produktion bedeutet.

Jetzt geht es um die Umsetzung. Unternehmen müssen prüfen, welche Aufgaben sie streichen oder automatisieren können. Auch europäische Kunden tragen Verantwortung, denn ihre verspäteten Entscheidungen können bei mexikanischen Lieferanten zusätzliche Arbeit verursachen.

Was sich im Januar ändert

Die erste Arbeitszeitverkürzung in Mexiko tritt am 1. Januar 2027 in Kraft: Die gesetzliche Höchstgrenze für die reguläre Wochenarbeitszeit sinkt von 48 auf 46 Stunden. Löhne und Zusatzleistungen bleiben laut mexikanischem Dekret geschützt.

Bei Beschäftigten, die bisher 48 Stunden pro Woche gearbeitet haben, kostet jede reguläre Arbeitsstunde bei unverändertem Wochenlohn 4,35 % mehr. Der Anstieg um 20 % wird 2030 erreicht, wenn die Obergrenze auf 40 Stunden sinkt. Wie sich die Produktkosten entwickeln, hängt vom Personaleinsatz und von der Produktivität ab.

Wie Europa im Vergleich dasteht

In Europa gelten bereits unterschiedliche Regelungen:

  • Deutschlands Metall- und Elektroindustrie: Tarifverträge sehen in der Regel eine 35-Stunden-Woche vor. In einigen ostdeutschen Betrieben gelten weiterhin 38 Stunden, wie die IG Metall erläutert.

  • Deutschland insgesamt: Die gewöhnliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten lag 2025 im Durchschnitt bei 39,9 Stunden, so das Statistische Bundesamt.

  • Frankreich: Die gesetzliche Regelarbeitszeit beträgt 35 Stunden pro Woche. Zusätzliche Stunden gelten grundsätzlich als Überstunden, wie die französische Regierung erklärt.

Diese Zahlen beschreiben jeweils tariflich vereinbarte Arbeitszeiten, beobachtete Arbeitszeiten und gesetzliche Regeln. Mexiko senkt seine gesetzliche Obergrenze für die reguläre Wochenarbeitszeit.

Kunden beeinflussen den Arbeitstag

Ein Beispiel: Ein europäischer Kunde gibt eine Bestellung zwei Tage zu spät frei und erwartet trotzdem die Lieferung am Freitag. Beim mexikanischen Lieferanten können dadurch Überstunden nötig werden. Eine frühere Freigabe hätte diese zusätzlichen Kosten vermeiden können.

❝

Wir finden, Einkäufer sollten ihre eigenen Bestellabläufe prüfen, bevor sie von Lieferanten verlangen, jede Kostensteigerung aufzufangen.

Vereinbaren Sie, bis wann Bestellungen freigegeben werden müssen und was bei nachträglichen Änderungen passiert. Manchmal lässt sich die Lieferung verschieben. Manchmal muss der Kunde für die Eile zahlen.

Wo KI Zeit sparen kann

KI könnte kurzfristig Arbeitszeit einsparen. Entwürfe für Auftragsbestätigungen oder Routineberichte bieten Unternehmen relativ einfache Aufgaben für erste Tests. Beschäftigte prüfen dabei die Ergebnisse. Ein Bericht, den niemand liest, lässt sich auch gut streichen.

Größere Veränderungen brauchen mehr Zeit. Wer KI an Systeme zur Auftragsabwicklung anbinden will, braucht verlässliche Daten und klare Regeln für Ausnahmefälle. Die Automatisierung der Fertigung erfordert Anlagen und Tests.

❝

Rechnen Sie die Zeit für Prüfung und Korrektur mit ein, bevor Sie von einer Zeitersparnis sprechen.

Was die Zahlen von Anthropic zeigen

Anthropics Börsenprospekt vom 26. Oktober liefert ein aktuelles Beispiel dafür, wie weit dies in der Softwareentwicklung gehen kann. Nach Angaben des Unternehmens schrieb Claude im September 2026 über 90 % der Beiträge zur Codebasis von Anthropic. Diese Zahl beschreibt Codebeiträge; wie viele Arbeitsstunden dadurch eingespart wurden, lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch die Kunden geben mehr aus. Der Prospekt nennt eine Net Revenue Retention von rund 900 %: Dieselben in die Berechnung einbezogenen Kunden brachten Anthropic im Zeitraum Juli bis September 2026 etwa neunmal so viel Umsatz wie ein Jahr zuvor. Abonnements von Claude Pro und Max sind dabei ausgenommen.

In den zwölf Monaten bis zum 30. September hatte Anthropic mit mehr als 11.900 Kunden jeweils mindestens 100.000 US-Dollar Umsatz erzielt. Ein Jahr zuvor waren es mehr als 950 Kunden gewesen.

Diese Zahlen zeigen steigende Kundenausgaben für KI. Ein mexikanischer Hersteller muss weiterhin prüfen, welche Aufgaben er automatisieren kann und wie viel Zeit das spart. Schnellere Büroarbeit hilft dem Produktionsteam nur, wenn dadurch Verzögerungen oder Aufgaben wegfallen, die seinen Arbeitstag betreffen.

KI-Nachfrage: Googles Kunden-API-Verarbeitung und bezahlte Microsoft-365-Copilot-Lizenzen steigen in den ausgewiesenen Zeiträumen. Mexikos reguläre Wochenhöchstzeit sinkt von 48 Stunden 2026 auf 40 im Jahr 2030. Daraus lassen sich keine eingesparten Arbeitsstunden ableiten.

Quellen: Google-Verarbeitungsraten über Kunden-APIs (Q3 2025, Q4 2025, Q1 2026, Q2 2026); bezahlte Microsoft-365-Copilot-Lizenzen (FY26 Q2, FY26 Q3, FY26 Q4); Mexikos Höchstgrenzen für die reguläre Wochenarbeitszeit (DOF, 1. Mai 2026). Die Datenreihen erfassen unterschiedliche Zeiträume und Messgrößen und zeigen keine eingesparten Arbeitsstunden.

Quellen zur Grafik: Q3 2025 · Q4 2025 · Q1 2026 · Q2 2026 · FY26 Q2 · FY26 Q3 · FY26 Q4 · DOF, 1. Mai 2026.

Wie aus Zeitersparnis mehr Freizeit wird

Wir unterstützen das Ziel, Menschen mehr Zeit außerhalb der Arbeit zu geben. Bessere Planung und KI können dazu beitragen.

❝

Das Management muss die Arbeit so organisieren, dass Beschäftigte ihre Aufgaben innerhalb der kürzeren Arbeitswoche erledigen können.

Welche Aufgaben werden Sie streichen, vereinfachen oder automatisieren, bevor Sie von Ihrem Team verlangen, dieselbe Arbeit in weniger Stunden zu schaffen?

Reply

Avatar

or to participate